Internationaler Trinkgeld-Knigge: 50 Länder im Vergleich

• Sonnenklar.TV vergleicht Trinkgeld-Regelungen in 50 Reiseländern
• In 41 Ländern ist Trinkgeld üblich
• In Japan gilt ein Trinkgeld als Beleidigung, in den USA und Ungarn werden bis zu 20 Prozent der Rechnungssumme erwartet
 
Im Urlaub nehmen Reisende oft diverse Dienstleistungen wahr, besuchen zum Beispiel Restaurants oder fahren mit dem Taxi. Guter Service soll honoriert werden, doch nicht überall auf der Welt gibt man gleich viel Trinkgeld. Daher hat der Reiseshopping-Sender sonnenklar.TV (www.sonnenklar.tv) die gängigen Trinkgeld-Regelungen in 50 beliebten Reiseländern analysiert und dabei enorme Unterschiede festgestellt.

Bild oben: Vor rund 40 Jahren war Trinkgeld auf Kuba ein No-Go, ein Tabu. Das änderte sich rapide.  

Da kann schon was zusammen kommen…

Insgesamt ist ein Trinkgeld bei Restaurantbesuchen, einem Hotelaufenthalt oder einer Taxifahrt in 41 der 50 analysierten Länder gängig. In einigen Ländern ist eine finanzielle Extra-Würdigung von gutem Service zwar unüblich, wird aber dennoch gern gesehen. Hierzu zählen zum Beispiel Norwegen, Dänemark, Estland und Island. Gar keine Trinkgelder sollten Reisende hingegen in Japan zahlen. Im Land der aufgehenden Sonne gelten gute Serviceleistungen als selbstverständlich. Eine besondere Honorierung dessen werten die Japaner daher als Beleidigung.

Im Hotel legt man die Tipps fürs Zimmermädchen oder den Zimmerboy am besten aufs Kopfkissen.

Ähnliches galt bis vor kurzem auch in China. Hier hat sich die Einstellung in den letzten Jahren jedoch geändert, weshalb vor allem kleine Geschenke, etwa für Tour-Guides, gern gesehen sind. Für China-Touristen ist allgemein ratsam, sich vor dem Reiseantritt beim Reiseveranstalter oder -leiter über die jeweiligen Gewohnheiten vor Ort zu erkundigen.

USA und Ungarn: Bis zu 20 Prozent Trinkgeld in Restaurants
Budget für besonders viel Trinkgeld sollten USA-Reisende einplanen. Hier ist es üblich, bei Restaurant-Besuchen bis zu 20 Prozent Trinkgeld zu geben. Das liegt daran, dass die amerikanischen Kellner ihren Lebensunterhalt oft nur durch dieses Service-Entgelt finanzieren. Auch in Ungarn wird bei einem Abendessen ein Trinkgeld zwischen zehn und 20 Prozent erwartet. In Bulgarien, Kanada, Finnland und Großbritannien ist es gängig, die Leistungen der Kellner mit bis zu 15 Prozent der Rechnungssumme zu honorieren.

Im Restaurant rundet man die zu zahlende Summe großzügig auf, zumindest in Deutschland.

Stellt der Koch sich nach einem gelungenen Mahl vor, applaudiert man nur.

In zwölf der untersuchten Länder wird das Trinkgeld direkt mit einer sogenannten Service Charge auf der Rechnung veranschlagt. Das gilt unter anderem für die Vereinigten Arabischen Emirate, Schweden und die Niederlande. In manchen Ländern wird ein Trinkgeld sogar zusätzlich zu dieser „Service Charge“ verlangt. Beispiele hierfür sind Portugal, Rumänien, Spanien und Thailand.

Hotelaufenthalt: In der Regel können Reisende die Höhe des Trinkgelds selbst abwägen
Bei Hotelaufenthalten können Reisende in der Regel nach eigenem Ermessen bestimmen, wie viel Trinkgeld sie dem Reinigungspersonal oder den Gepäckträgern geben möchten. Das gilt in über der Hälfte der analysierten Länder. Doch auch hier gibt es in einigen Ländern feste Regelungen. In den USA etwa sollten Reisende für die Reinigungskraft im Hotel ein Trinkgeld zwischen 2 bis 5 Dollar pro Nacht bereitlegen.

Um den internationalen Trinkgeld-Knigge zu entwickeln, hat sonnenklar.TV die offiziellen Tourismusstellen von über 50 beliebten Reiseorten nach den gängigen Trinkgeld-Regelungen vor Ort befragt.

Fotos Elke Backert

 

Über Elke Backert

Kunst, Kultur und Reisen
Dieser Beitrag wurde unter Essen & Trinken, Fernreisen, Geschäftsreisen, Hotels, Inseln, Kultur, Natur, News, Reisen, Urlaub abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.