Übernachtungsrekord in Mecklenburg-Vorpommern in 2016

Jetzt ist es amtlich: Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt, nämlich 30,3 Millionen – nach Angaben des Statistischen Amtes. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Bild oben: Abschreckend war zu Anfang für viele Rostocker der „Pornobrunnen“ auf dem Universitätsplatz, doch sicher Anziehungspunkt für Gäste.

 

Die Hansestadt Wismar erlebte eine Steigerung von 4,2 Prozent auf 311.000 Übernachtungen, ein Rekord.

Die Hansestadt Rostock hatte einen Zuwachs von 1,8 Prozent und somit 1,97 Millionen Übernachtungen in 2016.

„Die Schallmauer von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals durchbrochen, das dritte Rekordjahr in Folge für unser Land. Das sind Superzahlen für das abgelaufene Tourismusjahr, bei denen die Gästezahlen und Übernachtungen weiter wachsen. Ich freue mich über das insgesamt beste Ergebnis in der Landesgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Wachstumstreiber sind insbesondere die Campingplätze, die Hotels und die Ferienunterkünfte. Die Zahlen sind Ansporn und auch Rückenwind für die anstehende Tourismussaison in diesem Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Er machte darüber hinaus deutlich: „Das stetige Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit. Die touristische Entwicklung muss weiter vorangetrieben werden. Potential besteht vor allem im Binnenland. Entscheidend ist es, Wege zu finden, wie sich der Tourismus durch qualitatives Wachstum von den Wettbewerbern unterscheidet. Weitere Innovationen und Investitionen sind nötig“, forderte Tourismusminister Glawe.
Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landes-Tourismusverbandes erklärte: „Der Tourismusbranche ist 2016 ein bemerkenswertes Ergebnis gelungen. Es resultiert aus guter Planung, ergänzenden Investitionen und dem großen Einsatz der Mitarbeiter der Branche. In sieben von zwölf Monaten des Jahres 2016 sind Übernachtungsrekorde zu verzeichnen gewesen. Die Zahlen von zwei weiteren Monaten lagen über dem Vorjahr, lediglich im April, August und November gab es zum Teil feiertags- oder ferienbedingte Rückgänge im Vergleich zu 2015. Wir können nicht davon ausgehen, dass Tourismus von allein immer weiter wächst. Unsere Werte-Orientierung liegt vor allem in zwei Bereichen: der Qualität des touristischen Angebots und der Lebensqualität, die der Tourismus den Mecklenburgern und Vorpommern bringt.“

Die Insel Usedom legte um 4,7 Prozent zu.

So urlaubt es sich in der Künstlerkolonie Ahrenshoop auf Fischland-Darß-Zingst. Die Halbinsel verzeichnete 2016 ein Übernachtungsplus von sechs Prozent.

Nahezu alle Reisegebiete legen bei Übernachtungen zu
Bei den Reiseregionen liegen bei den Übernachtungen im Gesamtjahr 2016 die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+6,0 Prozent), das Vorpommersche Festland (+5,2 Prozent), die Insel Usedom (+4,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent), die Insel Rügen mit Hiddensee (+2,2 Prozent) erneut auf Wachstumskurs. Leichte Rückgänge verzeichnen die Regionen Westmecklenburg (-2,0 Prozent) und die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (-0,6 Prozent).
„Vorpommern legt weiter zu. Die Region ist das Zugpferd im Tourismus. Trotz des eher durchwachsenen Sommerwetters steigen fast überall die Übernachtungen weiter an. Wir brauchen mehr nachhaltige touristische Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kann der Tourismus zum Treiber der regionalen Entwicklung vor Ort werden“, betonte Glawe.
Deutliche Zuwächse gibt es bei den Städten – in der Hansestadt Rostock mit 1,97 Millionen Übernachtungen (+1,8 Prozent), in der Landeshauptstadt Schwerin mit rund 348.000 Übernachtungen (+4,9 Prozent) und in der Hansestadt Stralsund mit 505.000 Übernachtungen (+4,1 Prozent) sowie in der Hansestadt Wismar mit einer Steigerung von 4,2 Prozent auf 311.000 Übernachtungen.

Das „Kleine Fest im großen Park“ im Ludwigsluster Schlosspark zieht alljährlich Massen von Fans an.

Camping spielt in der ersten Liga
Die Campingplätze erzielten mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein sehr deutliches Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 4,4 Prozent zu. 2016 wurden 1,04 Millionen Camper gezählt.
„Im Camping sind wir erste Liga. Der Campingbereich legt sowohl bei Übernachtungen als auch bei den Ankünften deutlich zu. Die Campingfreunde kamen auch trotz des eher durchwachsenen Sommers und vor allem auch in der Nebensaison. Das spricht für das gut ausgebaute Angebot vor Ort“, erläuterte Glawe.
In der Hotellerie (Hotels, Gasthöfe und Pensionen) gab es mit rund 13,8 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Ferienunterkünften wurden 8,3 Millionen Übernachtungen gezählt, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (Ankünfte 1,7 Millionen = Vorjahresniveau).

Mehr ausländische Gäste besuchen Mecklenburg-Vorpommern
Immer mehr ausländische Gäste entdecken den Nordosten für sich. 2016 wurden rund 380.000 Gäste (+1,1 Prozent) gezählt, die in der amtlichen Statistik mit 1,03 Millionen Übernachtungen (+2,0 Prozent) zu Buche schlagen. „Mehr ausländische Gäste machen Urlaub bei uns im Land. Es zeigt sich, dass dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe.
169.000 Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr von niederländischen Gästen (über 51.000 Ankünfte) erzielt. Danach folgen die Schweizer mit über 164.000 Übernachtungen (rund 50.000 Ankünfte) und die Dänen mit rund 141.000 Übernachtungen (rund 58.000 Ankünfte). Die stärksten Zuwächse bei den Übernachtungen erzielte MV mit Österreich und einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr (rund 80.000 Übernachtungen). Die meisten Gäste kamen 2016 aus Schweden (67.300 Gäste/133.00 Übernachtungen).

Fotos Elke Backert

Elke Backert

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